Der Waschbär stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist keine heimische Wildart. Vielmehr gilt er hierzulande als invasiv und bedroht in unserem Ökosystem heimische Arten wie Singvögel und Amphibien. Der räuberische Kleinbär breitet sich zunehmend auch im urbanen Raum aus und stellt Stadt und Bezirke vor neue Herausforderungen. Ein CDU-Antrag in der Bezirksversammlung Altona, ausgearbeitet von Dr. Ulrike von Criegern, fordert zur Eindämmung der Waschbärpopulation ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Prävention, Aufklärung, technischer Sicherung und einem belastbaren Meldesystem – mit regelmäßigen Berichten, transparenter Evaluation und stärkerer Bürgerbeteiligung.
Warum jetzt handeln
- Unklare Populationslage in Altona: Es fehlen aktuelle Erkenntnisse zum Stand der Waschbärenpopulation.
- Konflikte im urbanen Raum: Abfall- und Kompostanlockung, Gebäudeeintritt, Auswirkungen auf Singvögel und Amphibien.
- Rechtsrahmen: Waschbären unterliegen dem Hamburgischen Jagdrecht seit 1993; Bedarf an koordinierter Umsetzung.
Das vorgeschlagene Maßnahmenpaket
- Prävention, Aufklärung, technische Sicherung und Meldesystem
- Klare Verantwortlichkeiten der BUKEA (Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft)
- Belastbares Meldesystem mit quartalsweiser Auswertung (Hotspots, Schadensarten, Zeitverlauf).
- Transparente Berichte an Ausschuss und Bürger.
- Technische Empfehlungen und Pilotprojekte
- Zusammenarbeit mit Stadtreinigung, Wohnungswirtschaft und Fachbetrieben für waschbärensichere Abfallbehälter, Kompost- und Gebäudeschutz (z. B. Tonnensicherungen, Dachboden-/Lüftungsöffnungsschutz).
- Pilotmaßnahmen in identifizierten Hotspots mit Evaluationsschritten.
- Eingriffsmaßnahmen und Bejagung
- Klärung des Umgangs mit Eingriffsmaßnahmen, insbesondere systematische Bejagung; transparente Kommunikation und Einbindung qualifizierter Personen.
- Bejagung soll parallel zur Einführung des Meldesystems erfolgen.
- Berichte und Evaluation
- Halbjährliche Berichte im zuständigen Ausschuss über Stand, Datenlage, Wirksamkeit und Anpassungsbedarf
In anderen Städten wie beispielsweise Kassel hat sich gezeigt, dass Waschbären sich im urbanen Raum unkontrolliert und sehr stark vermehren und es große Probleme gibt, der Lage Herr zu werden. Daher muss jetzt gehandelt werden, damit es im Bezirk gar nicht erst so weit kommt.
In ihrer Sitzung vom 26.02.26 hat die Bezirksversammlung Altona den Antrag zunächst in den Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport verwiesen.
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