Das Wildgehege und der neue Waldspielplatz im Klövensteen sind beliebte Ausflugsziele – mit dem Bus aber bislang nur umständlich zu erreichen. Die CDU-Bezirksfraktion in Altona will das ändern und fordert zwei neue Haltestellen der Linie 388.
Beliebte Ausflugsziele, aber keine direkte Busanbindung
Der Klövensteen ist eines der wichtigsten Naherholungsgebiete im Hamburger Westen. Besonders das Wildgehege zieht regelmäßig Familien, Schulklassen und Ausflügler an. Mit dem neuen Waldspielplatz kommt ein weiterer Publikumsmagnet hinzu.
Was aus Sicht der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona bislang fehlt, ist eine passende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Weder das Wildgehege noch der Waldspielplatz werden derzeit direkt von der Buslinie 388 angefahren.
Das will die CDU ändern. Einen entsprechenden Antrag will die Fraktion in die Bezirksversammlung Altona einbringen.
„Rissener Dorfkutsche“ soll näher an den Klövensteen fahren
Im Mittelpunkt des Vorschlags steht die Buslinie 388, die im Volksmund „Rissener Dorfkutsche“ genannt wird. Der Quartiersbus von vhh mobility verbindet unter anderem die S-Bahnhöfe Rissen und Blankenese mit dem Ortsverkehr in Rissen sowie dem Falkensteiner Ufer.
Nach dem Willen der CDU soll die Linie künftig zwei zusätzliche Haltestellen bekommen.
Eine davon könnte am Sandmoorweg/Wespenstieg auf Höhe des Wildgeheges Klövensteen eingerichtet werden. Eine zweite Haltestelle ist am Klövensteenweg auf Höhe des Waldspielplatzes vorgesehen.
Parkplätze könnten für Buskehren genutzt werden
Nach Vorstellung der CDU könnten die notwendigen Wendemanöver der Busse an beiden Standorten über vorhandene Parkflächen ermöglicht werden.
Am Wildgehege bietet sich demnach der frisch sanierte Parkplatz als mögliche Buskehre an. Auch am Waldspielplatz soll der dortige Parkplatz entsprechend genutzt werden können.
Damit könnte die neue Anbindung vergleichsweise unkompliziert umgesetzt werden.
CDU: Viele Besucher sind auf das Auto angewiesen
Die fehlende ÖPNV-Anbindung ist besonders problematisch, weil beide Einrichtungen stark von Familien, Kitas, Schulen und Ausflüglern genutzt werden.
Die Fraktion argumentiert, dass ein großer Teil der Besucher deshalb mit dem Auto zum Klövensteen fahren müsse. Eine direkte Busverbindung könnte die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln attraktiver machen und gleichzeitig die Erreichbarkeit der Freizeiteinrichtungen verbessern.
Gerade für Kindergruppen, Familien ohne Auto und ältere Besucher könnte eine Haltestelle in unmittelbarer Nähe des Wildgeheges und des Waldspielplatzes einen Unterschied machen.
Auch Barrierefreiheit spielt eine Rolle
Die CDU fordert nicht nur zusätzliche Haltestellen. Auch die Wege von den Haltestellen zu den Einrichtungen sollen entsprechend gestaltet werden.
Das Bezirksamt soll nach dem Antrag prüfen, welche örtlichen Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Genannt werden insbesondere barrierearme Zugänge, eine ausreichende Beschilderung und die notwendige Haltestelleninfrastruktur.
Umsetzung möglichst zum nächsten Fahrplanwechsel
Nun soll zunächst geprüft werden, ob die beiden zusätzlichen Haltestellen tatsächlich eingerichtet werden können. Die CDU fordert die zuständige Behörde für Verkehr und Mobilitätswende auf, dies gemeinsam mit vhh mobility zu untersuchen. Geht es nach der CDU-Fraktion, sollen die neuen Haltestellen spätestens zum nächsten Fahrplanwechsel umgesetzt werden.
Ob die „Rissener Dorfkutsche“ künftig tatsächlich bis vor das Wildgehege und den Waldspielplatz fährt, muss nun im weiteren politischen Verfahren geklärt werden.
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