CDU-Bezirksfraktion Altona:

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Kundenzentrum Blankenese vor dem Aus?

Für Tausende Menschen in Altona könnte sich der Weg zum Bürgerservice künftig deutlich verlängern: Der Hamburg-Service-Standort in Blankenese soll nach aktueller Berichterstattung geschlossen werden. Die CDU-Bezirksfraktion Altona macht dagegen mobil und fordert den Erhalt des Kundenzentrums.

CDU warnt vor dem Ende des Hamburg-Service am Standort Blankenese

Personalausweis verlängern, Wohnsitz an- oder ummelden oder eine Aufenthaltserlaubnis beantragen: Für viele Verwaltungsangelegenheiten sind die Kundenzentren wichtige Anlaufstellen.

Geht es nach den aktuellen Sparplänen des Hamburger Senats, könnte der Standort des Hamburg Service vor Ort in Blankenese jedoch vor dem Aus stehen. Nach aktueller Berichterstattung soll das Kundenzentrum neben zwei weiteren Hamburg-Service-Standorten geschlossen werden.

Die CDU-Fraktion in Altona kritisiert die geplante Schließung scharf und hat einen Antrag zum Erhalt des Standorts in den Hauptausschuss eingebracht.

Nur noch ein stationärer Standort für mehr als 280.000 Einwohner

Für den Bezirk Altona hätte die Schließung weitreichende Folgen. Nach Darstellung der CDU bliebe im gesamten Bezirk anschließend nur noch ein stationärer Standort des Hamburg Service für mehr als 280.000 Einwohner.

Die Fraktion befürchtet deshalb längere Wege und steigende Wartezeiten. Besonders ältere Menschen und Bürger mit eingeschränkter Mobilität könnten von der Schließung betroffen sein.

Aus Sicht der CDU ist ein wohnortnaher Bürgerservice deshalb weiterhin notwendig.

Erst kürzere Öffnungszeiten, jetzt komplette Schließung?

Die CDU Altona verweist darauf, bereits im Januar 2026 vor einer schrittweisen Einschränkung des Angebots in Blankenese gewarnt zu haben.

Damals ging es nach Angaben der Fraktion um die Umstellung vom Zwei-Schicht- auf einen Einschichtbetrieb. Damit verbunden waren kürzere Öffnungszeiten im Kundenzentrum.

Die CDU hatte eine Reduzierung des Angebots bereits zu diesem Zeitpunkt abgelehnt und davor gewarnt, den Standort schrittweise auszudünnen.

Nun drohe der nächste Schritt, die vollständige Schließung.

CDU: Online-Angebote ersetzen persönlichen Bürgerservice nicht

Ein weiterer Kritikpunkt der CDU-Bezirksfraktion ist die zunehmende Verlagerung von Verwaltungsleistungen ins Internet. Online-Angebote seien nicht für alle Bürger gleichermaßen verständlich und einfach zu nutzen, argumentiert die Fraktion.

Besonders ältere Menschen sowie Bezieher sozialer Leistungen könnten beim Umgang mit digitalen Verwaltungsangeboten Schwierigkeiten haben.

Sven Hielscher, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion Altona, kritisiert den geplanten Abbau des Angebots deutlich: „Rot-Grün baut die Verwaltung dort ab, wo die Menschen sie im Alltag wirklich brauchen.“

Nach Ansicht der CDU brauche ein funktionierender Bürgerservice weiterhin feste Anlaufstellen und persönliche Ansprechpartner.

CDU fordert Erhalt des Standorts Blankenese

Die CDU-Bezirksfraktion Altona will die geplante Schließung deshalb nicht hinnehmen. Mit einem Antrag im Hauptausschuss setzt sie sich für den Erhalt des Hamburg-Service in Blankenese ein.

Dabei kritisiert die Fraktion auch das Vorgehen des Hamburger Senats. Die Bezirke seien näher an den Menschen und wüssten, wo Verwaltungsangebote vor Ort benötigt würden. Entscheidungen über den Abbau solcher Strukturen sollten deshalb nicht allein über die Bezirke hinweg getroffen werden.

„Der Bedarf an wohnortnahem Bürgerservice ist seit Jahren bekannt“, sagt Hielscher. Die CDU wolle deshalb entschieden gegen den Rückzug des Senats aus der Fläche vorgehen.

Was bedeutet die geplante Schließung für Blankenese?

Für die Menschen in Blankenese könnte eine Schließung des Hamburg-Service-Standorts vor allem eines bedeuten: weitere Wege für Behördengänge. Gleichzeitig könnte der verbleibende stationäre Standort im Bezirk stärker belastet werden.

Ob der Standort tatsächlich geschlossen wird, ist Gegenstand des weiteren politischen Verfahrens. Die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona hat bereits angekündigt, für den Erhalt des Kundenzentrums zu kämpfen.

Für die Fraktion steht dabei die Frage der Bürgernähe im Mittelpunkt: Verwaltungsleistungen sollen nach ihrer Auffassung auch künftig dort erreichbar sein, wo die Menschen leben.

 

Foto: CDU-Bezirksfraktion Altona

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