CDU-Bezirksfraktion Altona:

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Grünpflege in Altona: CDU warnt vor Qualitätsverlust bei Parks und Bäumen

Weniger Rasenmähen, seltener instandgesetzte Spielplätze und vernachlässigte Wege: In Altona wächst nach Darstellung der CDU der Druck auf die Grünpflege. Gleichzeitig gibt es immer mehr Bäume und öffentliche Grünflächen zu unterhalten. Die CDU-bezirksfraktion fordert deshalb deutlich mehr Geld vom Hamburger Senat. Einen entsprechenden Antrag hat die Bezirksabgeordnete Dr. Ulrike von Criegern in die Bezirksversammlung Altona eingebracht.

Wer durch Altona spaziert, trifft auf zahlreiche Parks, Grünanlagen und Bäume. Doch deren Pflege wird nach Darstellung der CDU zunehmend zum finanziellen Problem. Die vorhandenen Mittel reichten inzwischen nicht mehr aus, um die öffentlichen Grünflächen in dem Umfang zu pflegen, der bislang vorgesehen war.

Das Bezirksamt habe selbst eingeräumt, dass die Finanzierung einer angemessenen Grünpflege nicht ausreiche. Die Folge seien „deutlich abgesenkte Standards“. Nach Angaben der CDU-Bezirksfraktion fehlte zuletzt rund ein Drittel der Mittel, die für eine fachgerechte Pflege des städtischen Grüns benötigt würden.

Rasenmähen nur noch viermal statt zwölfmal im Jahr

Wie sich die Einsparungen im Alltag bemerkbar machen, zeigt sich laut CDU an mehreren bekannten Orten im Bezirk.

Im Fischers Park, am Altonaer Balkon und am Rathaus Altona werde der Rasen demnach nur noch viermal jährlich gemäht. Zuvor seien zwölf Mähtermine vorgesehen gewesen.

Auch bei anderen Pflegearbeiten werde gespart. Die CDU-Bezirksfraktion berichtet von verwildernden Beeten und Müll in Grünanlagen. Im Römischen Garten und im Hirschpark würden Wege teilweise nicht mehr gestreut. Erosionsspuren auf Wegen würden nicht immer zeitnah beseitigt, Laub länger liegen bleiben. Auch Spielplätze würden seltener grundinstandgesetzt.

Für die CDU ist das ein Zeichen dafür, dass die bisherige Finanzierung der Grünpflege an ihre Grenzen stößt.

Mehr Bäume, höhere Anforderungen, weniger Geld

Das Problem verschärft sich nach Darstellung der Fraktion dadurch, dass gleichzeitig neue Aufgaben hinzukommen. Altona hat zahlreiche öffentliche Grünflächen und Bäume zu pflegen. Hinzu kommen die Folgen des Klimawandels.

Längere Hitzeperioden und Trockenheit setzen den Bäumen zu und können zusätzliche Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen erforderlich machen. Gerade in Zeiten zunehmender klimatischer Belastungen sei deshalb nicht weniger, sondern mehr Pflege notwendig, argumentiert die CDU.

„Das Thema Grünpflege ist wichtiger denn je. Altona braucht nicht weniger Grünpflege, sondern mehr“, sagt Dr. Ulrike von Criegern.

Zwei Millionen Euro weniger für die Grünpflege

Besonders kritisch bewertet die CDU-Bezirksfraktion die Entwicklung bei der sogenannten Rahmenzuweisung Grün. Über diesen Haushaltsposten stellen die zuständigen Hamburger Behörden den Bezirken Mittel für die Pflege des öffentlichen Grüns zur Verfügung.

Nach Angaben der CDU wurde diese Zuweisung ab 2025 um rund zwei Millionen Euro pro Jahr reduziert. Gleichzeitig seien die Kosten und Anforderungen gestiegen.

Die Folge: Innerhalb des vorhandenen Budgets müssten Gelder umgeschichtet werden. So würden nach Darstellung der CDU beispielsweise steigende Kosten für die Parkbaumpflege zulasten der allgemeinen Grünanlagenpflege ausgeglichen.

Damit entsteht ein Zielkonflikt: Muss mehr Geld für die Pflege von Bäumen ausgegeben werden, fehlt es an anderer Stelle für Parks, Spielplätze oder weitere Grünflächen.

CDU fordert mehr Geld vom Senat

Dr. Ulrike von Criegern sieht deshalb den Hamburger Senat in der Verantwortung.

„Wenn das Geld nicht einmal mehr für eine fachgerechte und angemessene Pflege reicht, muss der Senat handeln“, sagt die CDU-Bezirksabgeordnete. Leistungen würden reduziert, Standards gesenkt und notwendige Maßnahmen verschoben.

Auch die steigenden Preise spielen aus Sicht der CDU eine Rolle. Während andere Bereiche des Haushalts an die Inflation angepasst würden, sei eine entsprechende Erhöhung der Mittel für die Grünpflege nach Darstellung der Fraktion nicht vorgesehen.

Hamburg gibt im Vergleich weniger für Grünpflege aus

Die CDU verweist zudem auf einen bundesweiten Vergleich im Auftrag des Deutschen Städtetages. Demnach wenden Kommunen im Durchschnitt mehr Geld für die Pflege von Grünflächen auf als Hamburg.

Von Criegern fordert deshalb eine bessere finanzielle Ausstattung der Bezirke. Hamburg müsse seinem Anspruch als „grüne Stadt“ auch bei der Finanzierung der Pflege gerecht werden.

Forderung für den Doppelhaushalt 2027/28

Mit ihrem Antrag in der Bezirksversammlung Altona fordert die CDU-Fraktion, die Rahmenzuweisung Grün ab dem Doppelhaushalt 2027/28 dauerhaft und bedarfsgerecht zu erhöhen.

Damit soll verhindert werden, dass die Pflege von Bäumen, Parks, Grünanlagen und Spielplätzen weiterhin gegeneinander ausgespielt wird.

„Wer durch Altona geht, sieht, dass nur noch das Nötigste gemacht wird – ein schleichender Qualitätsverlust“, sagt von Criegern.

Ob und in welchem Umfang die geforderte Aufstockung umgesetzt wird, hängt letztlich von den Entscheidungen auf Hamburger Landesebene und den kommenden Haushaltsberatungen ab. Für Altona geht es dabei um eine Frage, die im Stadtbild unmittelbar sichtbar ist: Wie viel ist der Stadt die Pflege ihrer Parks, Bäume und öffentlichen Grünflächen künftig wert?

Foto: pixabay / pexels

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