Einrichtungen des Winternotprogramms müssen auch tagsüber öffnen

Das Hamburger Winternotprogramm bietet seit vielen Jahren Obdachlosen einen Erfrierungsschutz in den kalten Monaten. Angelegt als reines Übernachtungsprogramm schließen die Einrichtungen am Morgen ihre Tore und die Nachtgäste werden zurück auf die Straße geschickt.

Es ist allerdings bekannt, dass es für Unterkühlungen oder Erfrierungen ausreicht, sich den Tag über bei winterlichen Temperaturen und nasskaltem Wetter draußen und damit ungeschützt aufzuhalten. Dies stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Diesem kann durch eine ganztägige Öffnung des Winternotprogramms entgegengewirkt werden. Menschen ohne Obdach sind täglich davon getrieben, einen Ort zu finden, der ihnen ein bisschen Ruhe verschafft und den ständigen Druck etwas lindert.

Dazu Andreas Grutzeck, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:

„Die Öffnung des Winternotprogramms auch tagsüber mindert das Gesundheitsrisiko für Obdachlose erheblich. Die regelmäßig vorgebrachten Gegenargumente der Sozialbehörde stehen in keinem Verhältnis zu den Gefahren für obdachlose Menschen, die bei jedem Wetter die Tage im Freien verbringen müssen und teilweise weite Wege zur nächsten Tagesaufenthaltsstätte in Kauf nehmen müssen.“

Über einen entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion wird die Bezirksversammlung Altona in ihrer morgigen Sitzung debattieren und abstimmen.

Auch in den Medien stieß unser Antrag auf großes Interesse. Hier der Beitrag im Hamburg Journal vom 29.11.2019: www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/