6.000 neue Wohnungen, 18.000 neue Arbeitsplätze, eine Konzerthalle für bis zu 5.000 Besucher – im Gebiet zwischen dem neuen Bahnhof Diebsteich und der Kieler Straße entsteht nach der Verlegung des Fernbahnhofs Altona ein neues, lebendiges Bahnhofsquartier, das auch ein Hotel, ein Regionalligastadion, optimierte Breitensportanlagen und zahlreiche Geschäfte beherbergen wird. Nur auf eines wird bei der Planung verzichtet: auf die Schaffung von Parkraum. 

Die CDU Altona fordert, die notwendigen Pkw-Stellplätze im Vorhinein zu planen und unter die Erde zu verlegen. Dafür sollen neben dem Regionalligastadion auch die Fußballplätze mit Tiefgaragen unterbaut und vernetzt werden, um oberirdische Verkehre zu minimieren und ausreichend Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.

„In neuen innerstädtischen Quartieren gehören Autos unter die Erde. Schon heute herrscht vor Ort hoher Parkdruck. Mit dem neuen Quartier wächst der Bedarf an Parkraum weiter an und wir müssen intelligente Lösungen für Dauer- und Kurzzeitparker finden – für künftige Konzert- und Stadiumbesucher, Pendler, Anwohner“, erklärt Sven Hielscher, Fraktionschef der CDU. Auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Parkplätze für Lastenräder und Fahrräder sollten im Rahmen des Tiefgaragenkonzepts mitgeplant werden.

Anlässlich der oberirdischen Flächenknappheit verlegen viele Großstädte Parkraum unter die Erde: In München wird derzeit unter dem Thomas-Wimmer Ring zwischen Isartor und Maximilianstraße eine dreistöckige stützenfreie Tiefgarage für Besucher der Altstadt gebaut, in Berlin finden 650 Fahrzeuge einen Stellplatz in der Tiefgarage Alexanderplatz.

„Es ist absurd, dass in Hamburg ein neues Bahnhofsquartier entsteht, ohne das Potenzial von Tiefgaragen auszuschöpfen. Die Angebote des neuen Stadtviertels sollen für alle Bürgerinnen und Bürger nutzbar sein, nicht nur für diejenigen, die das Glück haben, sich auf dem Fahrrad oder mit dem Öffentlichen Nahverkehr fortbewegen zu können“, so Hielscher. Der Wunsch nach einer schnellen Verkehrswende dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Anzahl zugelassener Pkw in Hamburg seit Jahren kontinuierlich steige. 

Die CDU Altona wird die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) in der heutigen Bezirksversammlung auffordern, den dringend notwendigen PKW-Stellplatzbedarf im neuen Bahnhofsquartier unter die Erde zu verlegen. 

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