CDU bedauert vertane Chance

Nicht häufig  erarbeiten die direkten Nachbarn einer geplanten Flüchtlingsunterkunft bereits frühzeitig ein Konzept, wie die neuen Nachbarn möglichst schnell in den Stadtteil integriert werden können. So geschehen jetzt im Björnsonweg in Blankenese, wo die Stadt die Unterbringung von 192 Flüchtlingen plant.

Der Knackpunkt: Die Anwohner fühlen sich mit der geplanten Flüchtlingszahl überfordert und schlagen eine Reduzierung vor. Einen entsprechenden CDU-Antrag, der 48 Plätze weniger und dafür mehr Spielfläche fordert, lehnte die Bezirksversammlung Altona auf ihrer gestrigen Sitzung allerdings mehrheitlich ab.

Dazu CDU-Sozialexperte Andreas Grutzeck: „Bei allem Unterbringungsdruck muss der Senat auch auf die jeweiligen Umstände Rücksicht nehmen. Der Björnsonweg ist eine enge Sackgasse und damit ein abgeschlossener Mikrokosmos. Die Anwohner sind bereit, der Stadt erhebliche Lasten abzunehmen. Es ist mir unverständlich, warum man nun die Bürger für ein paar mehr Plätze derart vor den Kopf stößt. Gerade bei weiter steigenden Zahlen sind wir doch auf einen breiten gesellschaftlichen Konsens angewiesen. Mit einer Standortpolitik nach Gutsherrenart erreichen wir nur das Gegenteil.

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